Home is where?

“Home isn't a place, its a feeling” 
― Cecelia AhernLove, Rosie


Seit zehn Jahren leben wir nun in San Diego. In derselben Wohnung. Das ist die laengste Zeit an einer Adresse, die ich bisher gelebt habe. Meine Eltern sind oft umgezogen, teils um sich zu verbessern, anderteils, wegen des Vermieters (erhoehte Miete oder Eigennutzen), genauso ist es mir und meiner Familie ergangen. Einige Eltern meiner Freunde leben noch in dem Haus, in dem die Freunde aufgewachsen sind. Also, jedes Mal wenn sie ihre Eltern besuchen, gehen sie im wahrsten Sinne des Wortes "nach Hause". Dieses Gefuehl, dass ich nach Hause gehen moechte, hatte ich eine Zeit lang, und es war ein schmerzhafter Wehmut. Wir sind durch ein paar schwierige Jahre hier gegangen und da kam es oefter vor, dass ich dachte, ich moechte jetzt nach Hause gehen und ich hatte keine Ahnung wo das sein sollte. Ich stellte mir dann meistens die Kueche meiner Mutter vor. Obwohl sie selbst oft umgezogen sind, sind doch alle ihre Sachen dieselben geblieben, also kommt es mir doch immer vor, als ob es dieselbe Kueche noch ist.

Mama in ihrer Kueche in Lechbruck 2009

Diese Sehnsucht war jedesmal mit Traenen verbunden und einem Gefuehl der Hoffnungslosigkeit.
Heute kann ich jedoch sagen, dass ich mich hier in San Diego zu Hause fuehle. Unsere Wohnung, obwohl sehr klein, ist doch gemuetlich und es wird auch wieder gelacht und gefeiert.
Das Wort Heimat ist nun eine ganz andere Geschichte. Das muesste ich mal so richtig unter die Lupe nehmen, denn ich fuehle mich auch "heimatlos".

Ich habe vergangenes Wochende meinen Balkon aufgeraeumt. Eigentlich mehr zwangslaeufig als geplant. Unsere Wohngesellschaft, die zustaendig ist fuer den Erhalt der Aussen-Gruenanlagen, hat eine komplette Neugestaltung der Anlage in Angriff genommen, und ich musste somit alle meine Blumentoepfe und -kaesten, die vor der Wohnungstuer standen, entfernen. Einige habe ich an meine Kollegen verschenkt, andere habe ich auf dem Balkon gestaut.
Die Aussenarbeiten sind nun erledigt und ich konnte somit meinen Balkon wieder befreien. Da ich nur ein paar Toepfe behalten hatte, haben sie ihren neuen Stellplatz unter der Treppe gefunden, was ideal ist. Dieser kleine Freiraum, der sich unter der Treppe befindet, die zur zweiten Etage fuehrt, wird von vielen Nachbarn als Abstellraum benutzt und ist oftmals unansehnlich.


Ich habe mir einen kleinen Garten angelegt, mit Haengepflanzen, Windspiel, Vogelhaus und natuerlich einem Gartenzwerg, zum Chagrin meiner Schwester, die keine Gartenzwerge mag. Er gehoert aber zu meinem kleinen Garten dazu.
Die Pflanzen koennen einen schattigen Standort gut vertragen und ich habe ein paar Bodenkriecher gepflanzt, die sich hoffentlich etwas ausbreiten werden.
Mal sehen, ob sich unsere Wohngesellschaft irgendwann beschweren wird. Wir sind ihnen schon sowieso ein Dorn im Auge, da wir wegen des Faellen von ueber 100 Palmen und der neuen Bepflanzung Einspruch erhoben hatten.


Nun ist mein Balkon wieder frei, aufgeraeumt, ordentlich und ich kann meinen Grill wieder benutzen. Rue (Hoppelhaeschen) kann nun auf dem Balkon Auslauf haben. Und ich kann einen ruhigen lauen Abend mit einem Glas Wasser oder Tee (da mir Wein nicht mehr schmeckt) geniessen. Es fuehlt sich wie zuHause an.


I write about Home, Zuhause in German, and the feeling of wanting to go home and not knowing where that would be. I felt that way for a long time, but now I have accepted my home here in San Diego, after ten years. We have lived in this condo for that long now and it is the longest that I have lived in one place. My parents moved around a lot and actually so did I later on. We are settled here but I admit, who knows for how long. Life changes quickly. 
(Home is also in my mother's kitchen)



2 comments:

  1. na da bist Du ja wieder

    ReplyDelete
  2. Hallo Renate @yarn-stube - Ja ich hatte ein Blogger Pause und bin mir noch gar nicht sicher, wohin ich jetzt mit diesem Blog gehe.. Wir werden sehen. Nicht viel los im Strickkorb zur Zeit.

    ReplyDelete